... befindet sich gerade:

Lange habe ich dem Lockruf der Strickspitze widerstanden - aber nachdem ich die Lace Weight Yarns von Handpaintedyarn entdeckt hatte, ging es nicht mehr länger.
Und da ich noch so gar nicht recht weiß, ob ich der Typ für solche Sachen bin, wird aus dem ersten Versuch jetzt einfach mal ein Weihnachtsgeschenk für meine Mama. Die hat sich letztes Jahr ein schlichtes, ärmelloses, schwarzes Abendkleid gekauft, für dass sie immer mal etwas zum kombinieren braucht.
Auf dem Bild sind 8 Mustersätze gestrickt, lt. Anleitung sollen es ca. 14 Stück werden. Aber der richtig mühsame Teil kommt erst noch. Hier sind es 209 Maschen, am Ende werden es nach meiner Rechnungen an die 400 sein.

Der beste Freund meines Sohne hat mich gebeten, ob ich ihm denn auch einen so schönen Pullover stricken könnte.
Wer könnte einem 4,5 jährigen Knirps so eine Bitte abschlagen?
Also hab ich mit der Mama gemeinsam beratschlagt, was für ein Pullover es werden soll. Die Entscheidung für einen wollweißen Zopfmusterpulli ist dann sehr schnell gefallen - erstens steht es dem jungen Mann einfach perfekt und zweitens liebt die Mama solche Modelle.
Mit Nadelstärke 3,5 und vollflächigem Zopfmuster steckt da doch deutlich mehr Strickaufwand drinnen, als in den letzten Kinderpullis ...

Und gleich noch ein Kinderpulli - gestrickt aus der tollen Uruguay-Wolle.
Die Farben hat sich Sohnemann selber ausgesucht, das Muster ist meine Entscheidung. Dank Nadelstärke 6 geht es auch reichlich flott voran, so dass mittlerweile der Rücken schon fertig ist und das Vorderteil auch schon zu 2/3.
Offen ist jetzt noch, wie ich die Ärmel machen werde - ein Zopf auf glatt linken Untergrund? Oder einfach nur glatt rechts und ohne Muster? Allzu viel Zeit zur Entscheidung bleibt mir nicht mehr, der junge Mann möchte den Pullover nämlich spätestens am Sonntag anziehen - und heute ist ja immerhin schon Mittwoch ...

Nach langer Zeit (das letzte Großprojekt war der Jeanspullover vor über einem Jahr) ist jetzt mal wieder mein Freund mit einem Pullover dran.
Das Modell habe ich vorgeschlagen, die Farbe hat er sich selber ausgesucht - sieht verstrickt wie richtig klassisch englischer Tweed aus. Perfekt zu einem richtig klassischen Pullover.
Leider schaffe ich es nicht, die Farbe wirklich absolut originalgetreu einzufangen - in Wirklichkeit ist auch noch grün enthalten, aber der Farbton insgesamt ist sehr gut getroffen. Richtig warm und herbstlich.
Bisher gehts flott voran, innerhalb von gut einem Tag habe ich fast 2/3 vom Rücken geschafft.

Nachdem Sohnemann mittlerweile selbstgestricktes wieder akzeptiert, kann ich auch ein lange wartendes Projekt in Angriff nehmen. Das Garn für diesen Ringelpulli (ganz links) aus dem Rebecca Kinderheft Nr. 6 liegt bestimmt schon ein Jahr lang hier herum, aber ich hab mich nicht getraut.
Mittlerweile ist das Kind natürlich einiges gewachsen, so dass ich mit der Anleitung nicht mehr hinkomme - aber ein paar cm länger und breiter sind ja kein Problem. Und ich dachte auch, dass es mit der Garnmenge kein Problem sein würde.
Dachte ich.
Ist es aber doch.
Das erste naturfarbene Knäuel ist verstrickt und es fehlt noch einiges. Jetzt habe ich zwei Optionen. Entweder ich kaufe Garn nach oder ich stricke am oberen Rand eines jeden Teils einiges cm in dunkelrot.
Im Moment tendiere ich ja zu letzterem. Das Garn müsste ich nämlich bestellen und das finde ich für 1 Knäuel (vorsichtig gesagt) ziemlich übertrieben.

Ein Modell aus der aktuellen Knitty hatte es mir auf den ersten Blick angetan. Eine intensivere Suche in meinem Wollkorb hat dann auch tatsächlich ein passendes Garn zu Tage gefördert - Stash-Abbau!
Das, was ich da produziere gefällt mir zwar sehr gut, aber es strickt sich recht müheslig, weil jede rechte Masche verschränkt abgestrickt werden muß! Auch die linken Maschen sind dadurch alles andere als flüssig. Dazu kommt, dass das Garn recht unelastisch ist (90% Baumwolle, 10% Cashmere), was die Sache auch nicht vereinfacht.
Ich stricke deshalb jeden Tag nur einige Reihen (die auch immerhin 237 Maschen lang sind ...), und nehme mir dann ein angenehmeres Strickzeug raus.
Aber wie gesagt, das Ergebnis gefällt mir gut. Und die Mischung aus zwei Grautönen sollte auch ein recht vielseitig tragbares Stück ergeben.

Ein Modell aus der Verena Frühjahr 2004, das Garn liegt auch schon fast so lange hier herum. Es handelt sich um ein BW-Poly-Bändchengarn von der Wolle-Halle.
Durch den zweimaligen Farbwechsel pro Reihe geht das Stricken deutlich langsamer, als ich es gewohnt bin. Dazu kommt noch, dass ich bei dem Bändchen sehr aufpassen muß es nicht aufzuspiessen. Aber bisher gefällt mir das Ergebnis recht gut. Und sobald die Armlöcher erreicht sind, habe ich die Intarsienstrickerei auch hinter mir - der Rest ist einfarbig bzw. geringelt.

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letzte Änderung: 26 Dezember, 2005 |
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