
Bei einer Aufräumaktion in meinem Wollkorb habe ich noch gut 2 Knäuel Lopi-Wolle gefunden, die Reste vom Big Sack Sweater.
Da stellt sich die Frage, was man mit so einem Rest sinnvoll anstellt. Einen Schal? Eine Mütze? Das wars irgendwie nicht, dafür ist mir das Garn dann doch nicht weich genug.
Aber halt - Lopi-Wolle filzt doch.
Und hat man jemals zuviele Taschen?
Nicht wirklich.
Da mir die graue Filztasche, die ich für meine Freundin so gut gefallen hat, habe ich etwas ähnliches für mich produziert.
Gestrickt habe ich komplett mit Nadelstärke 12 - das ist echte Arbeit und macht nur ganz begrenzt Spaß. Außerdem habe ich diesmal oben angefangen, da ich nicht wußte, wie weit das Garn reichen würde und habe einen doppelten Kreuzanschlag mit doppeltem Unterfaden gemacht. Das sieht gefilzt sehr schön aus und rollt sich überhaupt nicht ein.
Außerdem hat sich mal wieder gezeigt, dass gefärbte Wolle längst nicht mehr so gut filzt wie ungefärbte - diesmal hats wieder zwei Durchgänge in der WaMa gebraucht.
Aber insgesamt gefällt mir das Ergebnis sehr gut und derzeit ist es meine Lieblingstasche. Das Format ist ca. DinA4, perfekt für den täglich transportierten Kleinkram.


Eine Freundin hat sich - nachdem sie die untere Tasche gesehen hatte, eine Filztasche gewünscht. in schwarz. Gar nicht so einfach, komplett schwarzes, filzgeeignetes Garn so auf die Schnelle zu finden (und ich wollte ihr den Wunsch möglichst schnell erfüllen).
Also habe ich es erst mal mit anthrazigrauem, unbehandeltem Garn probiert. Sie darf sich dann aussuchen, ob ihr die Tasche gefällt. Wenn nicht, behalte ich sie selber, weil ich sie selber sehr schön finde.
Gestrickt habe ich diesmal ohne direkte Anleitung - im Prinzip funktionieren die Taschen ja alle gleich. Die kleinen Besonderheiten sind die eingeknoteten Träger und das kleine Muster in der Mitte (das man leider kaum sieht.
Die Träger habe ich doppelfädig mit dem 12er Nadelspiel gestrickt und die wurden dermaßen stabil. Es ist wirklich so - je mehr “Luft” drinnen ist, umso besser filzt es. In der Tasche lassen sich jedenfalls locker einige Kilogramm transportieren, ohne dass die Träger groß nachgeben oder gar die Knoten durch die kleinen Löcher (ich hab Knopflöcher gestrickt, anstatt hinterher aufzuschneiden wie bei der BoogaBag - irgendwie kann ich mich nicht damit anfreunden, mein Strickzeug zu zerschneiden, auch wenn es verfilzt ist).
Und jetzt bin ich einfach mal gespannt, wer die Tasche letztendlich bekommen wird ...


Diese Tasche steht schon auf meiner Wunschliste, seit ich das Buch “Stitch’n Bitch” hier rumstehen habe. So genau sagen, warum es ausgerechnet diese Tasche sein mußte, kann ich gar nicht - vielleicht wars das kleine Anhängsel?
Die Tasche lässt sich dank dicker Nadeln wirklich flott nadeln und hat auch eine meiner Meinung nach ganz praktische Größe - Strickzeug inkl. Anleitungsheft oder -buch bringt man ganz bequem unter.
Alternativ auch die nötigste Ausrüstung, wenn man mit zwei kleinen Kindern unterwegs ist: Windeln, Feuchttücher, ein paar Kekse, eine Trinkflasche und Taschentücher.
Oder auch den sonstigen Kleinkram, den man als Frau ständig mit sich rumschleppt. Also absolut perfekt.
Gestrickt habe ich mit deutlich dünneren Nadeln als in der Anleitung (obwohl meine Wolle eine recht ähnliche Lauflänge wie in der Anleitung hatte), weil ich mir nicht extra eine 10er Stricknadel kaufen wollte - sowas verwende ich normalerweise ja nur unter Strafandrohung. Aber bei betont lockerem Stricken, hats auch so recht gut geklappt.
Ein bißchen abgeändert habe ich die Anleitung trotzdem: Die Tasche wird nach oben hin weiter (an den breiten Seiten habe ich in jeder 10. Runde je 2 Maschen zugenommen) und die Griffe sind etwas breiter (mehr Runden).
Nach zwei Durchgängen in der WaMa ist die Tasche schön dick gefilzt, die Maschen sind aber immer noch recht gut zu erkennen. Ich nehme mal an, dass es an den “dünnen” Nadeln liegt, die einfach nicht so viel Luft zum schrumpfen gelassen haben. Aber da die Tasche schön stabil ist, stört mich das nicht - im Gegenteil, man darf ruhig sehen, dass es eine Stricktasche ist.

Ich wollte einen Häkelrucksack. Ich finde die Konstruktion des Surprise Bag total klasse.
Warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen?
Leider ist die Idee nicht ganz so toll aufgegangen, wie ich es mir gedacht hatte. Das ist aber nur ein optisches Problem - der Rapport im Häkelgarn war einfach zu kurz, so daß man die einzelnen “Topflappen” nicht gut erkennen kann. Der Praxistest steht auch noch aus, weil ich noch keine Knöpfe (es sind Knebelverschlüsse geplant) besorgen konnte.
Trotzdem finde ich das Stück soweit ganz gut gelungen. Vor allem ist er ziemlich geräumig geworden - fast 50 cm hoch und ca. 30 cm breit. Mal sehen, wieviel er dann tatsächlich “verkraftet”.
Um mir viel Vernäherei bzw. Fadenabschneiderei zu ersparen, habe ich in der Runde mit 6 Knäueln gearbeitet, eines für jeden “Lappen”. Diese wurden nacheinander verwendet. Schwierig zu erklären, hat aber hervorragend funktioniert.

Erstens lagen hier dank des Rucksackes noch Reste von der Anchor Magic rum. Zweitens habe ich schon seit einer kleinen Ewigkeit keine richtigen Topflappen mehr gehäkelt (Kindertopflappen für die Spielküche meiner Nichte mal nicht mitgerechnet. Drittens bin ich zufällig über eine besondere Stäbchentechnik für extradicke Topflappen gestolpert.
Was lag da näher, als einen Topflappen zu produzieren.
Und weil ich gerade dabei war, die Reste zu eliminieren, gabs gleich noch zwei Mini-Topflappen für unsere Spielküche.
Die besondere Stäbchentechnik besteht im wesentlichen darin, zwei gemeinsam abgemasche Stäbchen jeweils durch die hintere und vordere Masche zu häkeln. Genaueres gibts hier: Ultrathick Potholder.

Auf einer Mailingliste gab es die Idee, einen Taschen-Swap zu veranstalten. Ich hatte von solchen Sachen zwar schon gelesen, war aber noch nie dabei. Da ich Taschen aber gerade ein recht spannendes und interessantes Thema finde, war es eine gute Gelegenheit, dabeizusein.
Meine Swap-Partnerin war Anja, die auch den ganzen Swap organisiert hatte. Ihre Wünsche waren geräumig, aber nicht zu groß und eher sportlich, sollte zu blau passen.
Welches Modell es werden sollte, stand da recht schnell fest - der Surprise Bag-Rucksack, der schon länger auf meiner Wunschliste steht. Die Wahl des Materials war schon schwieriger. Irgendwann ist mir dann die Lopi-Wolle eingefallen. Die passt von der Stärke her ziemlich gut zur Anleitung und filzt sehr gut. Daß es noch eine große Auswahl an Farben gibt, kommt dazu.
Gestrickt wird der Rucksack zum Teil in Domino-Technik, man fängt unten rum mit einem Sack an, der dann in einem Zipfel endet. Anschließend werden kleine Quadrate angestrickt.
Besonders raffiniert finde ich den Verschluß der Tasche - zunächst einen Reißverschluß einnähen, der die Tasche verschließt und anschließend der Karabiner, der den Reißverschluß versteckt.
Ein bißchen Kopfzerbrechen hat mir dann noch die Befestigung der Schultergurte bereitet. Ich hoffe, daß sich die Lösung mit Doppelringen (habe ich leider vergessen zu photographieren) und den verstellbaren Trägern auf Dauer bewährt.
Daß es so lange gedauert hat, bis die Tasche letztendlich fertig wurde, lag daran, daß ich mal wieder zu feig zum in-die-WaMa-schmeißen war. Ist doch jedesmal wieder ein großer Nervenkitzel ...

In diesen niedlichen, kleinen Pinguin habe ich mich sofort verliebt, als ich ihn gesehen habe. Ich hab sowieso ein kleines Faible für diese Tiere - unter anderem wohnen bei uns diverse Linux-Maskottchen - aber einen schönen, gestrickten hatte ich noch nie gesehen. Zufälligerweise hatte ich auch noch passende Wollreste hier rumliegen. Vom fertigen Ergebnis sind auch beide Kinder sehr begeistert.
Die Anleitung ist super-ausführlich geschrieben und kann mit jeder beliebigen Garnstärke nachgestrickt werden, weil alles reihengenau beschrieben wird und nicht in cm oder inches. Man muß also keine MaPro stricken und nichts umrechnen, sondern kann einfach losstricken. Gerade für so ein kleines Projekt erhöht das Spaßfaktor ungemein - eine MaPro wäre ja schon fast so umfangreich wie der Rücken. Damit sich der Pinguin hinterher gut ausstopfen lässt, empfehle ich eher dünnere Nadeln zu nehmen, als auf der Banderole angegeben ist - das Gestrick wird so stabiler und das Füllmaterial bleibt besser da, wo es hinsoll (ich hab einfache Bastelwatte verwendet).
Weniger schön ist die Aufwändige Ausarbeitung, die nach dem Stricken noch nötig ist - ich habe wohl ähnlich lange ge- und vernäht, wie gestrickt. Aber das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Augen habe ich bisher nicht dran. Aufgestickte Augen (schwarz auf schwarz?) gefallen mir nicht und vor Knöpfen oder Perlen schrecke ich mit alles-essendem Kleinkind zur Zeit etwas zurück. Aber irgendwie wirkt das Kerlchen gar nicht “blind”, so daß ich derzeit auch keinen großen Handlungsbedarf sehe.

Zum Nikolaus soll für jedes Kind eine Socke im Kindergarten abgegeben werden, die dann vom Nikolaus den Kindergärtnerinnen gefüllt wird.
Ich hätte natürlich irgendeine Socke vom Papa nehmen können, aber das ist ja langweilig. Außerdem lag hier noch ein Rest an roter und weißer Wolle rum, für den ich sowieso keine sinnvolle Verwendung hatte (lag schon in der Kiste, die irgendwann mal an den Kindergarten gehen soll). Also habe ich mich hingesetzt und schnell eine Nikolaussocke gestrickt.
Und gleich was Neues ausprobiert - Strickpelz. Ich weiß, daß ich irgendwann in den 70ern (oder waren es die frühen 80er?) eine Jacke mit einer solchen Umrandung hatte. Keine Ahnung mehr, ob die gehäkelt oder gestrickt war. Aber ich bewundere die Geduld meiner Mama - nach 4 “Schlingenrunden” hats mir gereicht.
Nachdem vom FMB einiges an Garn übrig geblieben war und sich Weihnachten mit Riesenschritten nähert, gibts eine Miniversion davon für meine Nichte. Sie bekommt dieses Jahr einen Kaufladen und da ist eine Einkaufstasche doch eine prima Ergänzung.
Die Originalanleitung habe ich dafür ziemlich abgewandelt.
Der Boden ist nicht quadratisch sondern rund. Orientiert habe ich mich dabei am Pi-Shawl von Elizabeth Zimmermann. Kurz gesagt orientiert der sich an der Prinzip, daß ein Kreis bei doppeltem Durchmesser auch den doppelten Umfang hat. In sich verdoppelnden Abständen wird deshalb die Maschenzahl des Kreises jeweils verdoppelt. Klappt prima und man kann zwischendurch einfach glatt rechts arbeiten.
Die Henkel habe ich jeweils in einem Stück gestrickt - zunächst Abnahmen, dann Zunahmen und am Ende an die stillgelegten Maschen gegenüber genäht (bzw. im Three-Needle-Bindoff angestrickt - wird ja eh gefilzt, da sollte das kaum auffallen).
Insgesamt hat diese Version ungeführ halben Umfang und halbe Höhe wie das Original - ich denke, daß ist ein gutes Verkleinerungsverhältnis für ein 2,5 jähriges Kind.
Nachdem immer noch was übrig ist von dem Garn wirds noch eine zweite Mini-Variante für meine Tochter geben - filzen tue ich erst, wenn der auch fertig ist, dann gehts in einem Aufwasch.

Seit die Knitty vom letzten Winter herausgekommen war, hatte es mir die Anleitung angetan. Passende Wolle fand sich aber nicht in meinen Vorräten und wegen der Yarn Diet wollte ich auch nicht unbedingt was einkaufen. Der Urlaub in Holland und der Besuch im Textielmuseum in Tilburg hat dann doch für das entsprechende Garn gesorgt. Die Wolle wird dort im Museum vom Vlies weg verarbeitet auf z.T. ziemlich altertümlichen Maschinen. Und da das Garn nicht gerade Kuschelqualitäten hat, war der geeignete Verwendungszweck schnell gefunden.
Verstricken lies sich das Garn recht gut und mit Nadelstärke 6 kommt man auch entsprechend schnell voran. Da ich nicht gerade kreativ bin, was Farbkombinationen und ähnliches angeht, ist es eine Kombinatione mit schwarz (geht immer, passt immer) und eine wechselnde Streifenfolge - oft verwendet, sieht immer wieder gut aus. Eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Lopi (zumindest was die Farben angeht), ist mir erst aufgefallen, als ich schon fast fertig war.
Den Augenblick, als die Waschmaschine dann letztendlich loslief, fand nicht nur ich seeeehr spannend. Hoffentlich sieht das dann hinterher auch so aus, wie ich mir das vorstelle - oder jedenfalls so ähnlich.
Insgesamt 2,5 Waschgänge hats gebraucht. Nach dem ersten Durchlauf auf 40° war die Wolle nur flauschig geworden und noch kein bißchen verfilzt - im englischen heißt das wohl “fulling”. Der zweite Durchgang bei ebenfalls 40° hat dann schon für ein sehr schönes Ergebnis gesorgt, aber ganz zufrieden war ich noch nicht, weil die Maschen noch recht gut zu erkennen war. Also ein 3. Durchgang, diesmal allerdings nur auf 30°, und nach der Hälfte habe ich abgebrochen - absolut perfekt.
... war eine Idee von Gianna - den Blog dazu gibts hier.
Die Idee ist, daß mehrere StrickerInnen gemeinsam an einem großen Objekt arbeiten. Hier ist es eine Decke mit einer Endgröße von 1,5 m x 2 m. Da insgesamt 15 Teilnehmerinnen dabei sind, heißt das für jede ein Fläche von ca. 0,2 m² oder anders ausgedrückt ein Quadrat mit einer Kantenlänge von ca. 45 cm (oder ein oder mehrere rechtecke Stücke mit der entsprechenden Gesamtfläche).
Ich habe mich für ein Quadrat entschieden. Besser gesagt für vier Quadrate. Genommen habe ich drei Stücke aus dem “Great American Afghan” aus der Knitter's Summer 1999 - Danke an Mara, daß Du mir die ersten amerikanischen Strickhefte geschenkt hast - und mir eine komplett neue Welt geöffnet hast. Das vierte Quadrat aus dem Heft hat mir nicht gefallen (Fair-Isle-Technik - ich finde Spannfäden auf der Rückseite einer Decke eher unpraktisch, da bleibt man zu leicht hängen). Also habe ich das gute alte LogCabin-Muster genommen.
Das Garn ist ein Rest eines Großeinkaufes von vor vielen Jahren. Ich habe daraus je einen beigen Pulli für meinen Freund und mich gestrickt und aus der grünen einen für mich - und dann waren immer noch ca. 300 g übrig. Für die Decke erschien mir das Material wie gemacht, weil es sehr schön warm und weich ist und sich auch recht gut waschen lässt - die Pullover sind alle miteinander schon seit mehr als 5 Jahren im Einsatz und sind immer noch schön.

Nicht nur Töchterchen soll zur Hochzeit chic sein - ich will das auch. Ein schönes Kleid in kräftigem orange habe ich schon, allerdings ist es ebenfalls ärmellos, ich brauche also auch was wärmendes. Zunächst dachte ich an einen Blazer. Allerdings habe ich für sowas recht wenig Verwendung.
Die nächste Idee war ein Schultertuch. Nicht schlecht, muß ich nur noch was passendes finden. Von da war der Weg zum Shawl / Wrap (oder wie immer man es auch nennen mag) nicht mehr weit. Also bin ich zum örtlichen Rödel gestiefelt und habe mich beraten lassen. Ich hatte ja India von Lana Grossa im Auge (da gibt es eine elegante braun-schwarze Farbkombi). Eine kurze Schätzung der Verkäuferin hat mich dann schnell ernüchtert - 10 - 12 Knäuel für ein Kleidungsstück, daß ich wohl nur selten tragen werde ...
Nach einigem rumspielen und rumprobieren kam sie auf die Idee, ein schönes, schimmerndes schwarzes Baumwollgarn mit einem dünnen Goldfaden zu kombinieren. Das Ganze mit dicken Nadeln verstrickt und ein sehr offenes Muster sorgen dafür, daß ich auch schnell vorankomme. Der 31. Juli ist nicht mehr weit. Leider ist das Ganze nicht wirklich photofreundlich - Glitzer kann ein Bildschirm nicht darstellen.

So einen Mini-Raglan habe ich kürzlich bei Susan gesehen und mich sofort verliebt. Als dann gerade die Lust an meinem “großen” Projekt ein wenig gefehlt hat, habe ich mich drangesetzt.
Das Ganze war zwar ziemlich fummelig zu stricken, aber es hat wirklich Spaß gemacht und ist recht schnell gestrickt. Und die Maße sind einfach putzig - 6 cm lang, 4,5 cm breit und die Ärmel sind 5 cm lang.

Mal eben so zwischendurch eine Kindermütze. Söhnchen fährt seit einigen Tagen begeistert mit dem Laufrad und auf seine Wintermützen passt der Fahrradhelm natürlich nicht drauf. Also mußte was Neues her - ohne Mütze gehts bei praktisch nicht vorhandener Haarpracht um diese Jahreszeit leider nicht.
In meinen Vorräten habe ich noch hellgraue Baumwolle gefunden (Rest vom Baumwoll-Pulli), eine nette Anleitung war im Winterheft von Interweave Knits. Und da Sohnemann meine Stricksachen derzeit boykottiert, habe ich die Mütze “heimlich” gestern abend gestrickt. So clever, daß er erkennen würde, was gekauft und was gestrickt ist, ist er mit knapp 3 Jahren zum Glück noch nicht. ![]()
Laut Anleitung war oben noch ein kleiner Knubbel, den ich aber lieber weggelassen habe, weil ja der Helm noch drauf muß. Passen tut sie perfekt, mal sehen, ob sie auch aufgesetzt wird. Aus dem gleichen Grund sind die Noppen, die den kraus rechten Rand verzierten, weggefallen.
Neu am Muster waren die “Twist Stitches” - die Zöpfchen bestehen nicht aus zwei verkreuzten Maschen, sondern zunächst werden zwei Maschen rechts zusammengestrickt, die Maschen auf der linken Nadeln lassen, die erste Masche nochmals rechts stricken. Der optische Effekt entspricht eines normalen Zopfes, aber es müssen keine Maschen durch die Luft gewirbelt werden.

Die Anleitung dafür hatte ich schon vor längerer Zeit gefunden. Da mein Töchterchen mittlerweile Interesse an allem möglichen Spielzeug hat, fand ich es eine gute Gelegenheit, es mal auszuprobieren. Das Ergebnis gefällt mir sehr gut und es geht superschnell.
Da ich zum Ausstopfen nur Wattebällchen hatte, wars etwas schwierig, eine schöne runde Form hinzubekommen. Außerdem hätte es wohl etwas mehr Watte sein dürfen - so kann man den Ball kneten. Mit noch einer kleinen Schellen o.ä. in der Mitte, sollten diese Bälle ein Riesenspaß für Babys sein.
Weniger geeignet für das Muster ist bereits vorgemusterte Sockenwolle. Auf dem Bild habe ich den Ball geschickt hingelegt, aber durch die Streifen ist die Swirlform nicht von allen Seiten gut zu erkennen.


Um nicht wieder in Zeitprobleme zu bekommen, habe ich diesmal rechtzeitig angefangen. Eine Freundin bekommt im Februar ihr 4. Kind. Nachdem nach 3 Kindern die Familienplanung “eigentlich” abgeschlossen war, sind alle Babysachen schon weggegeben - ich hoffe mal, daß dann Mützchen und Schühchen gebraucht werden können. Für ein Mädchen sind das doch richtig süße Sachen. Die Puppe ist 50 cm groß und damit das ideale Modell um zu testen, ob die Sachen auch wirklich passen.
For the records: Das Sofa ist nicht der richtige Untergrund für die Ice cream!

Da ich ja diesen Winter erst 2 Schals gestrickt habe, mußte dringend noch ein dritter her - und das, wo ich eigentlich gar keine Schals anziehe ... Vorbild war der Schalkragen einer Freundin, der mir sehr gut gefällt.
Eine richtige Anleitung dafür gibt es nicht, dafür habe ich etwas ausprobiert, was mir schon seit längerem im Kopf rumspukt - die gleiche Maschenzahl mit unterschiedlichen Nadelstärken stricken und so die Veränderungen am Gestrick für einen schönen Fall auszunutzen.

Nachdem ich bei Angela die Anleitung für die Babyschuhe eingestellt habe, hat sie mich gefragt, ob ich Lust hätte, mal ihre Anleitung für ein Babymützchen auszuprobieren und dann eine Anleitung zu schreiben und ebenfalls dort einzustellen. Da hier ja genügend Wollreste rumliegen, konnte ich natürlich nicht nein sagen.
Die Mütze geht superschnell, ist einfach zu stricken und ich finde, sie sieht niedlich aus. Und im Gegensatz zu den meisten Babystrickmützchen sieht sie für mich auch ganz praktisch aus. Vom Prinzip her ähnelt sie den Erstlingsmützchen, die man überall kaufen kann, manchmal auch Teufelsmützchen genannt. Besonders gut gefällt mir, daß die Mütze hinten schön runter geht - da bleibt zwischen Jacke und Mütze nichts nackt. Die Größe ist optimal für Neugeborene bis ca. 2 Monate - die Puppe, die die Mütze hier trägt, ist 50 cm groß und entspricht damit in etwa einem Neugeborenen.
Ich hab allerdings die Anleitung von Angela etwas geändert - ich mag keine Häkelränder.

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letzte Änderung: 26 Dezember, 2005 |
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