
Endlich ist wieder mal was fertig. Aber eigentlich ging der Pulli dann doch recht schnell - Nadelstärke 5,5 eben. Das Garn war ziemlich bockig zu verarbeiten, wird aber nach dem Waschen ganz toll. Trotzdem werde ich mir das nicht so schnell wieder antun, vor allem weil auch die Wolle zu dem Verena-Pullover schon nicht so gut zu verstricken war. Jetzt muß ich meine Handgelenke und Sehnenscheiden erst mal wieder ein bißchen schonen.
Das Original-Garn ist hier in Deutschland nur per Direktversand aus den USA erhältlich. Das wäre zum einen ziemlich umständlich und zum anderen verwende ich eigentlich nie die Original-Garne, weil meistens irgendwas nicht so ist, wie ich es gerne hätte: Materialzusammensetzung, Farbauswahl,
Garnstärke. Material und Farbe haben mir diesmal sehr gut gefallen, also bin ich auf die Suche nach passendem Ersatz gegangen. Bei der Wolle-Halle bin ich dann auch fündig geworden. Original: 80% Wolle, 20% Nylon, LL 83m / 50g, mein Ersatz: 80% Lammwolle, 20% Nylon, LL 83m / 50g. Da kann doch eigentlich nichts schiefgehen. Dachte ich. Die Maschenproben, vor allem für 2re, 2li haben sich aber so deutlich in der Breite unterschieden, daß ich komplett umrechnen mußte - statt 172 Maschen waren es dann nur noch 100 Maschen.
Ich habe kürzlich den Tip gelesen, zum Anschlag eine halbe Nadelstärke dicker zu verwenden und dafür nur eine Nadel. Das habe ich ausprobiert und das Ergebnis gefällt mir gut. Beim klassischen Anschlag mit zwei Nadeln ist die erste Reihe immer sehr locker geworden, das ist jetzt nicht der Fall.
Ein trapezförmiger Ausschnitt ist mal ganz was Neues und sehr interessantes. Sitzt gut, sieht gut aus, werde ich bestimmt nochmal machen.
Die Ärmel sind direkt angestrickt mit verlängerten Reihen. Ich habe zunächst rechts und links der Schulternaht je 7 Maschen aus der Seitenkante aufgenommen und dann in jeder Reihe am Ende je 2 weitere Maschen. Das Ergebnis sieht sehr gut aus, vor allem am unteren Rand des Armausschnittes, wo bei Vorder- bzw. Rückenteil mehrere Maschen auf einmal abgekettet wurden, laufen die Maschen direkt weiter (siehe Detailbild). Wenn ich das nochmal mache, werde ich aber zunächst alle Maschen aus der Seitenkante aufnehmen und dann erst mit den verkürzten Reihen anfangen. In den Rückreihen die Maschen so rauszustricken, daß es auf der Vorderseite sauber aussieht, ist nämlich gar nicht so einfach. Daß die Ärmel von oben nach unten gestrickt wurden, sieht man trotz Rippenmuster nur bei genauem Hinsehen und wenn man sich mit Stricken ein wenig auskennt.
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letzte Änderung: 26 Dezember, 2005 |
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