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| ... und lesen
Aug
30
2007
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Geschrieben von Beate
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Donnerstag, 30 August 2007 |
Stricktagebuch, ... und lesen
... Mal in Folge.
Aber jetzt ist dann erst Mal gut mit der Stadt am Rhein.
Schon vor einiger Zeit ausgelesen habe ich "Lautlos" von Frank Schätzing. Aber darüber zu schreiben war irgendwie schwierig.
Die Story an sich ist ganz spannend - G8-Gipfel in Köln (der war vor 8 Jahren), ein Attentat ist geplant und zwar am Flughafen. Natürlich wird es verhindert (ein Buchautor kann ja auch schlecht Bill Clinton umbringen ...).
Die Art, wie sie erzählt wird - naja. Die Hauptfiguren sind zum größten Teil sowas von klischeehaft und platt: der versoffene, nobelpreisverdächtige, arrogante Physikprofessor - der kam mir so vor, wie ich den Autor bisher in Talkshows & Co. erlebt habe. Der Alt-68er-Lektor, die schöne, traumtisierte Terroristin, die schöne, langbeinige Aufpasserin (die sich natürlich in den Physiker verliebt), der Ex-IRA-Terrorist, der serbische Terrorist. Die Figuren bieten nur wenige Überraschungen, die Sprache ist kalkuliert und kam mir zwischendurch wie Werbetext vor. Dazwischen längliche Passagen über die unterschiedlichsten Whisky-Sorten.
Am spannendesten war die Vorbereitung des Attentats und die Erklärung, wie und warum der YAK funktioniert.
Die Story selber ist schon etwas an den Haaren herbeigezogen, aber das lässt sich bei einem Thriller verschmerzen, auch dass die Rettung in allerletzter Sekunde (oder besser tausendstel Sekunde) gelingt - geschenkt. Aber etwas weniger Arroganz bei den Formulierungen und etwas mehr Dimensionalität bei den Figuren hätten der Story gut getan. So hat es sich wie ein durchkalkulierter Bestseller gelesen und das mag ich nicht. Für 700 Seiten war zu wenig Inhalt in der Geschichte.
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Jun
14
2007
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Geschrieben von Beate
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Donnerstag, 14 Juni 2007 |
Stricktagebuch, ... und lesen
... schon wieder.
Irgendwie hat mich die Stadt am Rhein gerade. Nach dem mittelalterlichen Köln in Pforten der Nacht von Brigitte Riebe ist es aber diesmal die Gegenwart, die in der die Geschichte von Rachedurst spielt.
Hauptfigur ist ein (Ex-)Kommissar, der sich die Zeit vorwiegend mit Alkohol und Zigaretten vertreibt. Zwischendruch geht er immer mal wieder zur Entziehung, um seinen "guten Willen" zu beweisen und sein Gehalt nicht zu verlieren. Zu Anfang der Geschichte kommt er gerade aus der Klinik zurück in seine Heimatstadt, um seine sterbende Mutter noch einmal zu sehen.
Beim Besuch im Krankenhaus stößt er auf einen mysteriösen Mordfall. Dann taucht auch noch plötzlich seine Jugendliebe wieder auf, die ihre Enkelin vermisst und schon steckt er im schönsten Schlamassel. Der Tote ist nicht, was er zunächst scheint, der Mörder ist eigentlich das Opfer und das Opfer hätte noch viel schlimmeres verdient, als er tatsächlich bekommt. Unser "Held" bekommt ziemlich viel ab und hält ziemlich viel aus (was angesichts seines andauernden Alkoholkonsums ziemlich unwahrscheinlich klingt). Und bei allem spielt auch noch die Nazi-Zeit eine größere Rolle.
Am Ende hat er alle Verwicklungen aufgelöst, die Bösen sind tot, die Guten gerettet und der Kommissar hat tatsächlich den Willen, seine Probleme in den Griff zu bekommen.
Alles in allem eine recht kurze Geschichte, die sich aber nicht leicht lesen lässt. Ob es letztendlich der Stil des Autors ist und doch eher die Inhalte, kann ich gar nicht so genau sagen. Mir persönlich ist die Geschichte etwas zu voller Ekel- und Fäkaldetails, zuviel Brutalität, zuviel Grausamkeit.
Und für ein Buch, das unter dem Titel "Köln-Krimi" firmiert ist mir zu wenig Lokalkolorit enthalten. Die Geschichte könnte so auch in jeder anderen deutschen Großstadt spielen, ohne dass sich irgend etwas ändern würde, nicht einmal kölscher Dialekt taucht auf. Die Figuren sind etwas klischeehaft, die Handlung zT sehr vorhersehbar. Gut, dass ich das Buch geschenkt bekommen habe - hätte ich es gekauft, hätte ich mich vermutlich etwas geärgert.
Und das nächste Buch, das ich angefangen habe, spielt schon wieder zT in Köln. Alles nur Zufall? Oder will mir das irgendetwas sagen?
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Jun
04
2007
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Geschrieben von Beate
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Montag, 04 Juni 2007 |
Stricktagebuch, ... und lesen
... ein historischer Schinken.
Meine Vorliebe für derartige Bücher kommt zur Zeit wieder heftig durch (und der Stapel entsprechender, ungelesener Bücher ist noch ziemlich hoch).
Aktuell habe ich mich mit Brigitte Riebe ins 14. Jahrhundert begeben - zu den Pforten der Nacht . Die Geschichte spielt in Köln, im Mittelpunkt stehen drei junge Leute: Anna, Johannes und Esra. Die drei kommen aus völlig unterschiedlichen Schichten (Handwerkertochter, Kaufmannssohn, Neffe des Rabbiners) und sind trotzdem in ihrer Kindheit die besten Freunde. Das geht soweit, dass sie Blutsbrüderschaft schließen.
Als sie langsam erwachsen werden, gehen ihre Wege auseinander und kreuzen sich doch immer wieder.
Das Buch schildert das Leben im ausgehenden Mittelalter ziemlich deutlich und auch ziemlich drastisch: Kindesmißbrauch, ungewollte Schwangerschaften, Krankheiten, Vergewaltigung, Mord und Totschlag, Aberglaube, Judenhaß, bittere Armut, Hunger - keine Zeit, in der man leben möchte. Dazu kommen noch Epidemien wie die Pest und die ersten Ausläufer der sog. "kleinen Eiszeit", die für schlechte Ernten und Hungersnöte verantwortlich waren. Gemeinsam mit dem religiösen Fanatismus der Zeit führt es dazu, dass am Ende fast alle handelnden Personen nicht mehr am Leben sind.
Witziger Nebenstrang: die Herkunft des Turiner Grabtuches wird erklärt.
Die Geschichte ist ganz gut erzählt, auch wenn es mMn nach nicht das beste Buch der Autorin ist - der Palast der blauen Delphine hat mir persönlich viel besser gefallen - ist es eine interessante Schilderung, die das Leben im Mittelalter vermutlich viel ehrlicher und besser darstellt, als in vielen anderen Geschichten aus der Zeit.
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Mai
18
2007
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Geschrieben von Beate
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Freitag, 18 Mai 2007 |
Stricktagebuch, ... und lesen
... habe ich diese Woche gelesen.
Bei meiner großen Vorliebe für historische Romane, konnte ich dem Buch Die Königin von Susan Kay natürlich nicht wiederstehen - die Lebensgeschichte der Königing Elizabeth I von England. Und wie packend dieses Buch für mich war, kann man schon daran erkennen, dass ich es in gerade mal einer Woche gelesen hatte. Bei meiner recht knapp bemessenen Lesezeit ist das ein ziemlicher Rekord.
Zu Beginn des Buches finden wir die junge Elizabeth im Tower von London, wo sie von ihrer Schwester, der Königin Mary gefangengehalten wird.
Nach dem kurzen Prolog wird die Lebensgeschichte von Elizabeth von England streng chronologisch erzählt - die Kindheit im Schatten der ermordeten Mutter. Die Jugend, die sie in ständiger Angst vor ihren Geschwistern und deren Handlangern verbringt, die ihre Thronbesteigung verhindern wollen. Die frühen Jahre auf dem Thron, in denen sie sich als Frau in einer Zeit behaupten muss, in der Frauen nichts zählen. Die Jahre, in denen sie ihre Herrschaft gefestigt hat und England zu Blüte und Wohlstand führt. Und schließlich das Alter, wenn die wenigen Vertrauten sterben und sie ihren letzten Kampf ausfechten muss.
Die Schilderung ist episodenhaft, einzelne Kapitel des Lebens werden herausgegriffen und sehr intensiv erzählt. Dabei zeichnet die Autorin das Bild einer äußerst widersprüchlichen Frau, die es trotz ihrer Kindheit schafft, ein geistig gesunder Mensch zu bleiben. Die ihr Leben völlig in den Dienst ihres Landes stellt und dabei ihre privaten Wünsche und Sehnsüchte völlig in den Hintergrund stellt - und damit die vielleicht erste moderne Herrscherin in Europa war. Die schon gut 200 Jahre vor der Aufklärung für Religionsfreiheit eintritt. Und die dabei so Launenhaft und Selbstgerecht ist, wie es sich nur ein absoluter Herrscher leisten kann. Einer Frau, deren Intelligenz überragend und deren Bildung geradezu einschüchternd ist. Deren Eitelkeit aber dafür sorgt, dass sie sich im Alter fast lächerlich macht. Deren Gesundheit in ihrer Jugend so labil war, dass mehrmals der baldige Tod befürchtet wurde und die trotzdem fast 70 Jahre wurde - in einer Zeit, in der die meisten Menschen kaum älter als 40 Jahre wurden. Einer Frau, die leidenschaftlich liebt und dies niemandem (und am wenigstens sich selbst) gesteht. Einer Frau, die politisch das Glück gepachtet zu haben scheint und privates Glück nur in wenigen Momenten kannte.
Für alle, die Interesse an Geschichte und starken Frauen haben, ist dieses Buch absolut empfehlenswert.
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Mai
15
2007
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Geschrieben von Beate
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Dienstag, 15 Mai 2007 |
Stricktagebuch, ... und lesen
... diesmal ein Krimi.
Die Form des Wassers / Der Hund aus Terracotta von Andrea Camilleri .
Auf den Autor bin ich durch Zufall gestoßen und hab mir auf gut Glück mal den ersten bzw. die ersten beiden Bände besorgt und bin sehr angetan. Die Geschichten sind flott erzählt, gut zu lesen, die Fälle (für mich) ein bißchen außerhalb des üblichen Krimi-Rahmens und die Lösungen - naja, nennen wir es pragmatisch.
Der Commissario ist ein Mensch mit Stärken und Schwächen, mit Launen und Vorlieben, mal charmant, mal nicht so sehr charmant. Und das macht beim Lesen ziemlich viel Spaß, weil es kein geleckter Supertyp ist. Und außerm isst er gerne, was ihn mir schon mal von vorneherein seeeehr sympatisch macht. Wer die mediterrane Küche liebt, kann kein schlechter Mensch sein (oder so ähnlich).
Die Geschichten spielen in Sizilien, die beiden Bücher sind Anfang / Mitte der 90er Jahre erschienen. Mafia und Korruptionsbekämpfung sind ein großes Thema, es schwingt aber eine gewisse Hoffnungslosigkeit diesbezüglich mit. Der Autor glaubt wohl nicht, dass es tatsächlich mögich ist, die ehrenwerte Gesellschaft loszuwerden. Und die Entwicklungen nach gut 10 Jahren scheinen ihm ja auch durchaus Recht zu geben.
Die Fälle, die zunächst eine scheinbar naheliegende Lösung haben, kommen mit immer neuen Ecken und Kanten daher, bis sie am Ende eine ganz andere Lösung liefern, als man zunächst gedacht hätte. Und am Ende wird natürlich der Gerechtigkeit genüge getan - auch wenn das vielleicht auf etwas eigenwillige Weise geschieht.
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Mär
19
2007
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Geschrieben von Beate
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Montag, 19 März 2007 |
Stricktagebuch, ... und lesen
... war mein Geburtstag.
Strickigerweise war er nicht so ergiebig - was auch durchaus so gewünscht war - ich bin aber jetzt auch im Besitzt von Etiketten für meine Stricksachen. Bisher fand ich es überflüssig, aber ich hab festgestellt, dass Männer und Kinder Probleme damit haben, einen Pullover richtig herum anzuziehen, wenn kein Etikett drin ist. Aussehen tut es ungefähr so:
Hergestellt wurde es von Namensbaender.de - sehr schön gemacht.
Und dann gabs noch zwei Bücher von meiner Wunschliste.
Persepolis 2 von Marjane Satrapi
Bisher kenne ich nur den ersten Band und fand den absolut genial. Ich habe während meiner Studi-Zeit eine Zeitlang in einer WG mit einer Iranerin gelebt, die die Revolutionszeit als Abiturientin / Studentin selber erlebt hatte und dann das Land verlassen musste, um nicht im Gefägnis zu landen. Sie hat mir einiges von ihren Erlebnissen erzählt und ich konnte in dem Buch sehr viel wiedererkennen. Der zweite Band erzählt jetzt die Geschichte einer jungen Iranerin im Exil - ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht (noch hatte ich keine Zeit zu lesen - ich höre gerade Age von Innocence von Edith Wharton, gelesen von Brenda Dayne und kann zum ersten Mal die Faszination Hörbuch verstehen).
Die letzten Geheimnisse der Kochkunst von Peter Barham
Weniger Kochrezepte, dafür die chemischen und physikalischen Prinzipien, die hinter den verschiedenen Küchenprozessen stecken. Rezepte im klassischen Sinne sind in dem Buch kaum enthalten und nur als Anregung zu verstehen. Dafür wird erklärt, warum die Rezepte funktionieren (oder auch nicht) und was man machen kann, damit sie nächstes Mal doch funktionieren oder wie man das misslungene Gericht vielleicht doch noch retten kann. Und das Ganze eben auf wissenschaftlicher Basis - was mir durchaus entgegenkommt. Fast 15 Jahre, die ich jetzt im Umfeld einer Hochschule verbringe (zunächst als Studentin, dann als Lebensgefährtin eines Wissenschaftlers) haben halt doch abgefärbt.
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Dez
18
2006
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Geschrieben von Beate
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Montag, 18 Dezember 2006 |
Stricktagebuch, ... und lesen
... Tauschticket / Buchticket? Mir ist mittlerweile etwas die Lust darauf vergangen, seit die neuen Regeln mit bis zu fünf Tickets / Buch eingeführt wurden. Seitdem kriege ich zwar ganz häufig Mails, dass von mir gesuchte Titel da sind, aber 5 Tickets für Glennkill? Nicht wirklich, oder? Ich hoffe mal, dass sich diese überzogenen Ansprüche bald wieder erledigen, ansonsten hat sich das Thema für mich erledigt.
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Okt
14
2006
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Geschrieben von Beate
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Samstag, 14 Oktober 2006 |
Stricktagebuch, ... und lesen
... den letzten Beitrag habe ich jetzt dreimal ins Nirwana geschossen. Vielleicht klappts ja heute abend besser.
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Okt
07
2006
|
Geschrieben von Beate
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Samstag, 07 Oktober 2006 |
Stricktagebuch, ... und lesen
... gibts halt Kinderbilder.
Und dann hat Sohnemann heute noch sein erstes Wettrennen bestritten.   
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Sep
17
2006
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Geschrieben von Beate
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Sonntag, 17 September 2006 |
Stricktagebuch, ... und lesen
Ein absoluter Klassiker hat sich in meinen Bücherschrank verirrt. Und weil es ein so schön dünnes Büchlein ist (gerade mal 200 Seiten) kam es mir nach dem Cornwell-Overkill gerade recht. Die Verfilmung mit Humphrey Bogart ist bekannt und läuft häufig genug im Fernsehen. Ich habs auch bestimmt schon dreimal gesehen, aber bei Krimis habe ich eine Art selektiver Amnesie, so dass ich mir den Ausgang nie merken kann. Und Krimis aus dieser Zeit sind da nochmal ganz speziell, weil sich die Leute für mich oft so unlogisch verhalten, dass ich die Lösung teilweise einfach nicht nachvollziehen kann. Ein bißchen ist das auch mit dem Buch so. Obwohl es "gerade mal" 75 Jahre alt ist, ist mir die Welt völlig fremd. Männer sind stark und schlagen zu, Polizisten sind ziemlich dumm (und allesamt leicht korrupt), Frauen sind kleine Hascherl und können seufzen und in Ohnmacht fallen. Und natürlich kann man mit ihnen nicht vernünftig reden. Die Sekretärin wird abwechselnd als Engel, Süße und Schätzchen bezeichnet, die Klientin ist das Wonderly-Mädchen, ein Klaps auf den Po ist völlig übliches Verhalten. Ist es wirklich erst 75 Jahre her, als sowas als normal angesehen wurde? Ich will hier keine feministische Debatte vom Zaun brechen, aber ich war ein paar Mal kurz davor, das Buch in die Ecke zu pfeffern, weil ich das so daneben fand. Ansonsten ist der Stil von Hammett extrem lakonisch, genau so, wie man es auch aus dem Film kennt. Die Erzählung basiert vor allem auf den Dialogen, die einerseits sehr scharf sind, andererseits aus heutiger Sicht teilweise extrem umständlich erscheinen. Die Figuren wirken alle merkwürdig überzeichnet und wirken z.T. etwas eindimensional. Einerseits wird alles recht kühl und distanziert geschildert, andererseits reagieren die Figuren fast übertrieben emotional auf Kleinigkeiten (die damals vielleicht keine Kleinigkeiten waren, keine Ahnung).
Alles in allem lässt es sich relativ flott lesen, auch wenn ich an einigen Stellen etwas hängen blieb.
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