... aber ziemlich photographierfaul bin ich derzeit.
Und deshalb gibts so wenig Blogfutter. Aber ich kann ja wenigstens mal zusammenschreiben, was ich so stricke (und gestrickt habe).
Ein Twinset für meine Nichte - ärmelloses Top und Bolerojäckchen; ich hoffe mal, ich hab die Größe richtig eingeschätzt
Und weil meiner Tochter das Top so gut gefallen hat - das Top in einer Variation gleich nochmal; dafür soll es eine Anleitung geben.
Einen Rippenpulli für den Sohn - den er allerdings erst im Herbst gebrauchen kann.
Ein Top für mich - Empirestil mit perfekter Passform; dafür habe ich angefangen die Anleitung zu schreiben.
Ein kurzes Jäckchen fürs Töchterlein, weil das Wetter am Wochenende (da sind wir zu einer Hochzeit eingeladen) nicht so toll sein soll (so war jedenfalls die Vorhersage vor einer Woche noch) - fehlt noch ein Ärmel.
Und dazwischen spindle ich auch noch fleissig.
Eigentlich ganz schön viel - nur habe ich derzeit überhaupt gar keine Lust, mich mit der Kamera zu beschäftigen.
Das Jäckchen stricke ich nach einer Anleitung, aber mit reichlich Abwandlungen - und vielleicht sogar Neuerfindungen? Ich habe jedenfalls eine Methode gefunden, einen normalen Knopf direkt dranzustricken. Kein Knopfannähen - hurra!
Hier sieht es ja recht mager aus. Hauptgrund ist, dass ich nicht so viel Zeit vor dem Rechner verbringe und die Zeit, die bleibt, geht für anderes drauf. Nämlich fürs Anleitungen aufschreiben, nachrechnen, umrechnen, usw. Ich habe da so die eine oder andere Idee in der Pipeline und möchte die auf jeden Fall bald in einer brauchbaren Form haben.
Vor ein paar Tagen wollte mein Junior plötzlich stricken lernen. In der Betreuung in der Schule ist seit gut einer Woche Fingerstricken sehr populär. Am Wochenende hat er sich dann durch meine Sockenwollreste gewerkelt und ungefähr 20 m Strickschlauch produziert. Dann war er der Meinung er wäre jetzt reif für "richtiges Stricken mit Nadeln". Es braucht noch viel Konzentration, aber die rechten Maschen klappen schon ganz gut.
... habe ich länger mit meiner Schwägerin telefoniert.
Unter anderem hat sie mir ausführlich von ihren tollen neuen Topflappen vorgeschwärmt. Das wären die allerbesten Topflappen, die sie jemals gehabt hätte. So dick, dass keine Hitze durchkommt, so groß, dass sie sich auch mit einer Auflaufform die Finger nicht verbrennt, keine Löcher, schön weich, so dass sie ein gutes Griffgefühl hat. Ihre Schwester beneidet sie glühend um diese tollen Topflappen.
Wow - da macht es doch richtig Spaß, selbstgestricktes zu verschenken.
PS: meine Schwägerin strickt selber auch und weiß Handarbeiten sowieso so zu schätzen.
Computertechnisch habe ich die Zeit weitgehend damit verbracht mein neues Laptop soweit einzurichten, dass es alles macht, was ich so brauche. Da das Gerät komplett ohne Software gekauft wurde, war da doch so einiges zu tun. Aber so langsam sieht alles wieder so aus, wie ich es gerne hätte. Hier und da ist zwar noch was zu tun, aber wenigstens kann ich wieder weitgehend damit arbeiten. Ich hoffe mal, dass ich jetzt wieder ein paar Jahre Ruhe habe.
... hat mich gestern der Verkäufer bei meinem Lieblings-Dönerladen.
Wir hatten gestern aus Zeitgründen beschlossen, das Kochen ausfallen zu lassen (es sollte Pizza geben und selbstgemachter Hefeteig ist zwar nicht kompliziert, aber zeitaufwändig) und statt dessen Döner und Co zu holen. Döner- und Falaffel-Teller und ein Bauernsalat für Mann, Frau und Tochter, Pide mit Spinat und Schafskäse für den Sohn, die Standardbestellung.
Während ich im Laden darauf wartete, dass alles fertig ist, habe ich an meiner Socke gestrickt. Und weil gerade viel los war, hat es sich auch so richtig gelohnt.
Als ich dann bezahlt habe, erzählt mir der Verkäufer in gebrochenem Deutsch, dass er auch stricken kann, aber nur Socken, Handschuhe und T-Shirts.
Okay, es ist ein Vorurteil, aber ich hätte wirklich nicht erwartet, dass ausgerechnet der Verkäufer in der Dönerbude stricken kann.
Letztes Jahr war unser Garten noch eine Wüste aus Unkraut und Dreck, aber mittlerweile ist immerhin Gras gewachsen. Und ich fange an, ein paar Pflanzen zu ziehen. Durch die Lage des Hauses liegt die Terrasse ziemlich im Blickfeld und die Pflanzen in den Kübeln sollen langsam Sichtschutz bieten: Kürbis und Winden, dazwischen Tomaten und Kräuter. Mal sehen, wie lange die Sachen meine "Pflege" überleben ...
Dann stricke ich zB ein ganzes Wochenende lang Handysocken. Lauter verschiedene. Und dabei würde ich sowas niemals verwenden. Meine bessere Hälfte übrigens auch nicht ...
Was ich damit jetzt mache? Keine Ahnung. Aber wenigstens scheint der Anfall vorbei zu sein, spät abends habe ich nämlich gestern noch eine MaPro für ein Sommertop angefangen.
Übrigens: Handysocken sind eine prima Resteverwertung für Sockenwollreste ...
Vor einiger Zeit hatte ich eine neue Methode abzuketten entdeckt. Eigentlich ist es eher abhäkeln, aber nicht mit Kettmaschen (das entspräche ja dem ganz normalen abketten) sondern mit festen Maschen. Dabei wird nacheinander in jede Masche eine feste Masche gehäkelt. Das Ergebnis ist extrem dehnbar und sieht sehr, sehr ordentlich aus. Sehen kann man es bei einigermaßen beim Prinzessenkrönchen.
Alles schön und gut. Aber was machen, wenn man gerade keine Häkelnadel zur Verfügung hat und die auch mal nicht eben schnell holen kann? ZB weil man in der Straßenbahn sitzt?
Ganz einfach - häkeln mit der Stricknadel. Doch das geht. Ich war nämlich gestern in genau dieser Situation. Weil ich sowieso Zeit hatte (die Straßenbahn fährt NICHT schneller, nur weil ich ungeduldig bin - blöd, ich weiß ...), habe ich den gesamten Bewegungsablauf einer festen Masche in Gedanken nachvollzogen, und habe es tatsächlich geschafft, es mit Stricknadeln umzusetzen. Ergebnis: man muss die Maschen zweimal abstricken, ehe man sie abkettet, dann wird es superelastisch. Also: m stricken (re oder li - je nach Muster), zurück auf die linke Nadel heben, re verschränkt stricken und dann erst die hintere Masche über die vordere heben. Genial einfach.
Falls es jemand ausprobiert - bitte melden. Falls jemand die Technik schon kennt - bitte ebenfalls melden.
Mein Junior hat den Umgang mit dem Photoapparat entdeckt - und ich "durfte" als Opfer herhalten. Wenn ich schon sowas machen muss, dann wenigstens bei einer Lieblingsbeschäftigung.
Aber er macht das gar nicht so schlecht, finde ich. Dafür gibts zum Geburtstag demnächst auch eine eigene Kamera (ein wenig habe ich um meinen Apparat doch immer Angst, wenn er damit durchs Haus flitzt ...)